Black Night in Lüdenscheid - Ein Konzertdebakel...
Hallo zusammen,
am vergangenen Samstag haben wir mit Demon's Eye in Lüdenscheid Station gemacht. Schon vor dem Konzert wurde ich darauf hingewiesen, dass die Originale im Jahr 1970 ja auch mal in Lüdenscheid gespielt hätten, es damals allerdings einige "Problemchen" gab.
Einen Tag nach dem Demon's Eye-Konzert erreichte mich eine Nachricht von Dr. Dietmar Simon. Was es damit auf sich hat... klickt einfach mal auf die Startseite (Home). Ich wünsche Euch gute Unterhaltung;-)
VG
Andree
Black Night in Lüdenscheid - Ein Konzertdebakel...
Kalle , Flensburg, Donnerstag, 05. März 2015, 07:46 (vor 3533 Tagen) @ admin
Danke für den sehr interessanten und lesenswerten Beitrag.
Wenn ich die DE Bilder auf Eurer FB-Seite sehe, ging es am Wochenende ja sehr eng zu....
Grüße
Kalle
Black Night in Lüdenscheid - Ein Konzertdebakel...
Lutz , Hockenheim, Donnerstag, 05. März 2015, 15:12 (vor 3532 Tagen) @ admin
Danke Andree,
sehr amüsant zu lesen. Ich hatte dabei ein richtiges Lächeln auf den Lippen. Sehr gut.
Jaja, das wahren noch Zeiten, die Jugend von damals.
Da ist mir doch glatt mein Vater wieder eingefallen, immer die gleichen Rufe.
"LUUUTZ, mach die Affenmusik leiser!" oder "Dreh die Bässe runter!"
Was waren wir doch renitent und aufmüpfig.
Purple Greetings,
Lutz
Black Night in Lüdenscheid - Ein Konzertdebakel...
Bernd 54, Donnerstag, 05. März 2015, 17:53 (vor 3532 Tagen) @ Lutz
Da ist mir doch glatt mein Vater wieder eingefallen, immer die gleichen Rufe.
"LUUUTZ, mach die Affenmusik leiser!" oder "Dreh die Bässe runter!"
Was waren wir doch renitent und aufmüpfig.
Ich habe meinen Eltern dermaßen mit "In Rock", "Fireball", "Machine Head" und "Made in Japan"
den Geduldsfaden "getestet", das dieser bei meiner Mutter gerissen ist. Die Folge: sie zertrümmerte alle meine Deep Purple-Platten. Heute mit 60 Jahren kann ich ihr das nicht verübeln (grins). Natürlich habe ich die Platten alle wieder gekauft. War musikmäßig eine strapaziöse Zeit.
Bernd
Black Night in Lüdenscheid - Ein Konzertdebakel...
Heiko, Donnerstag, 05. März 2015, 18:32 (vor 3532 Tagen) @ admin
hahaha, der Ritchie mal wieder.
Lüdenscheid? Ist das nicht Dortmund? - sagen jedenfalls die Schalker.;-)
The roaring Sixties and Seventies
Hans-Jürgen Küsel , Tostedt, Donnerstag, 05. März 2015, 23:33 (vor 3532 Tagen) @ Heiko
Danke, Andree, dass du diesen offenbar ausgezeichnet recherchierten Artikel in den aviator gestellt hast. Ich selbst bin ausgebildeter Geschichtslehrer und schon immer der Meinung gewesen, dass Geschichtsschreibung keinesfalls dröge und langweilig sein muss, sondern auch spannend, witzig und hinreißend, wie dieser Artikel. Dafür auch vielen, vielen Dank an Diefmar Simon!! An Vieles erinnere ich mich wieder, als sei es gestern geschehen, aber zu meiner Ehrenrettung darf ich sagen, dass ich mich nie an der Zerstörung von Veranstaltungsorten beteiligt habe, obwohl auch ich manchen Grund gehabt hätte. Aber für mich galt damals das Motto: Ich kann nicht einerseits gegen den Vietnamkrieg demonstrieren und dann andererseits selbst 'Krieg' aus Frust gegen irgendwelche Veranstaltungen führen.
Ja, ich habe Fehmarn 1970 erlebt. Scheißwetter, viele angekündigte Bands nicht da und der schlechteste Jimi Hendrix aller Zeiten, kurzum: Frust pur! Es soll einen Livemitschnitt auf CD geben: Bloß nicht kaufen!
Ich war auch 1973 beim ersten Open-Air-Konzert in Scheeßel (damals hieß es noch nicht "Hurricane"). Derselbe Frust wie in Fehmarn: Norddeutsches Schietwetter und viele angekündigte Bands nicht da. Es bedurfte schon etlicher Joints um mit dem Frust einigermaßen fertigzuwerden.
Ich kann also den Frust der Lüdenscheider Jugend vollkommen verstehen, aber das kann keine Legitimation einiger weniger sein, aus dem Interieur Kleinholz zu machen.
Ach ja, Dank auch an Gottfried Schumann! Ihm hatte die damals rockbegeisterte Lüdenscheider Jugend viel zu verdanken. Mit seinem Enthusiasmus gehört auch er zu den Heroen der Rockmusikgeschichte.
Rock on!
Hans-Jürgen
The roaring Sixties and Seventies
Lutz , Hockenheim, Freitag, 06. März 2015, 16:21 (vor 3531 Tagen) @ Hans-Jürgen Küsel
Hallo Hans-Jürgen,
die Erzählung von deinen Jugendjahren hat bei mir selbst auch Erinnerungen geweckt. An mein erstes Rock Konzert und das erste kleine "Tütchen".
Wir haben damals in Frankfurt a.M. gewohnt, mein Bruder war damals ein riesengroßer CCR Fan. Eben diese CCR gaben damals am 13.09.1971 ein Konzert in Frankfurt.
Für meinen Bruder ein: "Da muss ich hin!". Es gab da nur ein Problem, es war kurz vor seinem 14. Geburtstag und die Eltern haben es nicht erlaubt!
Also hat der Gute damals sein ganzes Taschengeld zusammengeklaubt, 2 Karten gekauft, und den Eltern erzählt: "Lutz geht mit und passt auf mich auf." Zähneknirschend haben die Eltern dann zugestimmt.
Mein Problem war, ich war damals 16, ich wollte garnicht auf das Konzert, aber was blieb mir jetzt anderes übrig.
Lange Rede, kurzer Sinn: wir waren bei CCR, Frankfurt war damals noch voll von amerikanischen GI's, der kleine hat nichts gesehen, also hat er das komplette Konzert auf den Schultern eines ebensolchen verbracht und die Zeit seines damaligen lebens gehabt.
Ab und zu ist einer der Gentlemen verschwunden, ist mit einem Arm voll Becher zurückgekommen, Cola für den Kleinen, ein Bier für mich.
Mit 16 war ich damals ja schon Raucher (war damals legal, 11er Schachtel 1 DM im Automat), aber die großen Zigaretten die man mir damals gereicht hat kannte ich noch nicht. Das waren meine ersten Joints!
Das Konzert selbst? O.K., Booker T & The MG's waren die Vorband, CCR selber damals ja nur noch zu dritt. Es war alles in allem ein absolutes Erlebnis, von dem ich allerdings nicht mehr allzu viele genaue Info's wiedergeben kann. Wie wir 2 es damals nach Hause geschafft haben weiß ich auch nicht mehr.
Eine Tatsache ist, mein Bruder hat unseren Eltern gegenüber nie Bier oder "komische amerikanische Zigaretten" erwähnt.
Tja, so war das damals.
Purple Greetings,
Lutz
Wir Antiautoritären
Hans-Jürgen Küsel , Tostedt, Samstag, 07. März 2015, 00:30 (vor 3531 Tagen) @ Lutz
Lieber Lutz,
als ich im September 1970 zum Fehmarn-Festival wollte, war ich 16. Meine Eltern (mein Vater lebte noch, war allerdings schon sehr krank) versuchten natürlich, mir diesen Trip zu verbieten. Aber - wir befanden uns halt in der Hochphase der antiautoritären Bewegung - ich habe mich natürlich über das Verbot hinweggesetzt. Also am Freitag nachmittag (die Schule am Samstag wurde selbstredend geschwänzt) die Daumen hoch und trampend nach Fehmarn. Hätte ich gewusst, was mich dort erwartete, hätte ich das Verbot meiner Eltern womöglich doch nicht für so unsinnig gehalten. Aber missen möchte ich diese Erfahrung trotzdem nicht. Die Legende Jimi Hendrix spielte und sang so schlecht wie niemals zuvor. Aber es war sein letztes Live-Konzert überhaupt. Und ich bin dabeigewesen! Das zählt am Ende.
Rock on!
Hans-Jürgen
Wir Antiautoritären
Heiko, Samstag, 07. März 2015, 16:23 (vor 3530 Tagen) @ Hans-Jürgen Küsel
Das Festival war ja eh ein Reinfall. Ten Years After, Procol Harum oder Taste hätten da einiges retten können, aber die haben es ja vorgezogen gar nicht erst zu kommen. Blieb nur ein ziemlich indisponierter Hendrix, der wohl soweit ich informiert bin, tags zuvor noch in Berlin gespielt hat und erst am Samstag übermüdet eingetroffen war. Deshalb wohl auch seine schlechte Performance.
Aber ihn einmal gesehen zu haben, ist natürlich ein Erlebnis, keine Frage.
The roaring Sixties and Seventies
Heino S. , Dienstag, 10. März 2015, 16:25 (vor 3527 Tagen) @ Hans-Jürgen Küsel
Moinsen !
Na, so schlecht war Scheeßel 1973 gar nicht besetzt (damals noch unter
dem Banner : Es rockt in der Heide!!!!)... Klar, u.a. Ten Years After
hatten abgesagt, aber ansonsten war die Creme de la Creme der "progressiven
Rockmusik" vertreten : Wishbone Ash, Manfred Mann´s Earthband, Soft Machine,
Beggars Opera, Argent, Ian Carr`s Nucleus, Lou Reed, Chicago...und auch der
Krautrock war anwesend : Jane, Karthago, Epitaph, Odin...und der unvergessene
Alexis Korner, der durch das Programm führte...und das "Duell" zwischen
Chuck Berry und Jerry Lee Lewis...
Da lief es 1977 deutlich schlechter, als vor lauter Absagen die Bühne abgefackelt
wurde (warst Du das Ritchie?)...
An das schlechte Wetter erinnere ich mich gar nicht mehr, muß wohl an den
süßlichen Aromen gelegen haben... :-)
Alles Purple,
Heino S.
The roaring Sixties and Seventies
Hans-Jürgen Küsel , Tostedt, Dienstag, 10. März 2015, 23:17 (vor 3527 Tagen) @ Heino S.
Ich meine, mich erinnern zu können, dass außer 10 Years After auch the Free absagten, ausgerechnet the Free, die ein 'Kind' von Alexis Korner waren (Unter seiner schützenden Hand wurde die Band einstmals gegründet). Aber es stimmt: Seit jenen Tagen im August 1973 hege ich eine ewige Hochachtung für Alexis Korner, der nicht nur sein Programm spielte, sondern auch noch den Lückenfüller gab - und sich auch nicht dadurch beirren ließ, dass seine Gitarre irgendwann nur noch 5 Saiten hatte.
Rock on!
Hans-Jürgen
Black Night in Lüdenscheid - Ein Konzertdebakel... Links
Dirk , Freitag, 06. März 2015, 11:39 (vor 3531 Tagen) @ admin
2 Links mit kurzen Artikeln über Lüdenscheid.
Konzertbesucher zerlegten den Saal
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-luedenscheid-halver-und-schalksmuehle/k...
„Ein Zentrum der Beat- und Rockmusik“
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-luedenscheid-halver-und-schalksmuehle/e...
Danke Hans-Jürgen für Deine Erinnerungen an die gute alte Zeit.